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Kaiserschmarrn
Um es vorwegzunehmen: Woher der Name dieses süssen Gerichts kommt, kann man nicht genau sagen.
Jedoch aus einer zuverlässigen Quelle des Herrn K&K Magister Bruno G. zufolge, war ihre Hoheit, die junge Kaiserin Elisabeth, eines Tages mit ihrem Gatten auf der Jagd. Als man dann bei schönstem Kaiserwetter im Hochgebirge herumkraxelte und nirgends einen Gamsbock auftreiben konnte, beschloss man kurzerhand, in der nächsten Berghütte ein Vesper einzunehmen. Der Almwirt war auf so kaiserlichen Besuch überhaupt nicht eingerichtet.
Speck, Wurst und Brot waren schnell auf dem Tisch. Dem jungen Franzl und seiner Sissi machte die Wirtin rasch einen dort ortsüblichen Holzfällerkuchen. Doch der jungen, sportlichen Sissi war das deftige Schmankerl zu fett und lehn-te aufgrund der Schwere dieser Speise dankend ab. Wenigstens ein Dessert sollte es sein, damit auch das blaublütige Haserl nicht mit lehrem Magen den Abstieg antreten musste. Schnell rührte die Wirtin Eier, Milch, Mehl, Staub-zucker und Zibeben zu einem Brei und backte es in einer gusseisernen Pfanne goldgelb zu einer dicken Omelette. Damit die kaiserlichen Prominenzen diesen Schmarrn in der Pfanne sich teilen konnten, zerriss die Wirtin die Omelette in kleine Stücke. Sie bestäubte ihn kräftig mit Staubzucker und stellte das Des-sert einfach auf den Tisch. Der junge Kaiser Franz Joseph stopfte der Sissi jedes Stück einzeln in ihr Zugagoscherl, bis sie ins Noarnkastl gschaut hot.
Danach kratzt sich der Kaiser am Schnurbart und sogt: Na soa Schmorrn!
Schmäh ohne! Eine wahrscheinlich wahre Anekdote aus dem Jahre 1863.
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